Gerade bei Robert einen Verweis zu einem Bericht über die Aspekte der neuen Ein-Euro-GmbH (oder auch Mini-GmbH) entdeckt. Bei Gelegenheit werde ich diesen mal durchlesen.
Dabei ist mir ein Artikel über die Gesellschaftsform eingefallen, die an der Modernisierung des GmbH-Rechts nicht ganz unschuldig ist: Die beliebte und hippe Limited. Über die Unterschiede, Vor- und Nachteile möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Es geht mir lediglich um das (Stamm-)Kapital der private limited company (große Unternehmen firmieren in der Regel in der public limited company).
Diese englische Gesellschaftsform mag ja im (englischsprachigen) Ausland respektabel und angesehen sein. In Deutschland ist meine subjektive Einstellung der Limited gegenüber jedoch durchaus negativ.
Mir haftet da immer ein etwas unseriöser Beigeschmack an dieser Gesellschaftsform, da einfach kein Kapital für eine Gründung benötigt wird. Bleibt die Frage, ob auch wirklich kein Kapital vorhanden ist? Ein aktueller Bericht des Macher zeigt, dass mein Vorurteil über die Limited nicht gänzlich unbegründet ist:
Demnach melden sich von den in Deutschland ansässigen Limiteds bereits 50 Prozent ein Jahr nach Gründung wieder ab, nach zwei Jahren sind es bereits 97 Prozent! Das heißt, dass aktuell lediglich drei (3) Prozent der gegründeten Limiteds nach zwei Jahren noch existieren. Wahrlich keine vertrauenerweckende Zahl. Im Vergleich dazu überleben von den neugegründeten Deutschen Unternehmen immerhin 71 Prozent das zweite Jahr. Des Weiteren kommt hinzu, dass von knapp 33.000 aktuell in Deutschland ansässigen Limiteds rund elf Prozent als insolvent eingestuft werden.
[Quelle: Macher]
Da stellt sich die Frage, in wieweit eine Absenkung des Stammkapitals bis zu einem Euro in Deutschland sinnvoll ist, wenn doch anscheinend ein Großteil der daraus resultierenden Gründungen innerhalb von wenigen Jahren nicht mehr existiert?
Ich weiß es nicht, bin allerdings der Meinung, dass die Aufbringung von 10.000,- Euro (auf diese Zahl soll das Stammkapital der GmbH gesenkt werden) für die Gründung einer Kapitalgesellschaft durchaus zu bewältigen ist. Bei allen anderen stelle ich mir dann nach wie vor die Frage, wie seriös ein Geschäftsmodell ist, dass eine Gesellschaftsform gewählt hat, die die Haftung beschränkt ohne wenigstens eine gewisse Menge an Stammkapital bereit gestellt zu haben.














Ist doch gut das nun den Bürgern auch die Möglichkeit gegeben werden soll eine “1 Euro” in Deutschland zu gründen…. Kann vielen Gründungswilligen nur recht sein….bleibt abzuwarten, wie sich alles entwickelt. Wenn Ihr weitere Informationen sucht, einfach mal unter http://www.blog.limitedprofis.de vorbeischauen.