Das googlesche Alter Ego - Teil 2

Ist das Suchen in der Onlinewelt nach dem Alter Ego des aktuellen Bewerbers nun Standard, oder eher die Ausnahme in deutschen Personalabteilungen? Im November 2006 hatte ich aus aktuellem Anlass bereits darüber geschrieben. Dazu jetzt ein Update:

In einem aktuellen FAZ-Artikel beurteilen Experten das stete Durchleuchten der Online-Profile der Bewerbern als “Medien-Saga”. Ein Hauptgrund ist dabei relativ pragmatisch:

“Zu viel Aufwand für zu wenig Mehrwert.”

Klingt logisch. Ich würde auch nicht bei jedem Bewerber für jedes xy-Stellenangebot nach irgendwelchen Eskapaden suchen. Das eher im Netz nachgeschaut wird, wenn die vorgelegten Unterlagen Fragen aufwerfen ist genauso logisch.
Das Google & Co. ebenfalls häufiger einbezogen werden, je höher die angestrebte Position ist, würde ich ebenfalls nicht anzweifeln.

Im Artikel wird das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz als weiterer Grund für eingeschränkte Online-Aktivitäten der Personaler genannt. Allerdings dürften meiner Meinung nach “Google-nahe” Personaler durchaus wissen, wie sie den Tücken des AGG entgehen.

Fazit:
Alles nicht so tragisch. Man muss sich ja auch nicht völlig digital exhibitionieren.
Ich kann die ganze “Ich ändere jetzt meinen Namen damit mich die Arbeitgeber nicht mehr finden (und weil die AGB geändert wurden)“-Studivz-Fraktion sowieso nicht verstehen.

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