Die New York Times vergleicht auf ihrer Internetseite die Marktkapitalisierung von 29 ausgewählten Unternehmen des Finanzsektors zum Zeitpunkt 09. Oktober 2007 und 12. September 2008 anhand einer interessanten Vorher-Nachher-Grafik.
Die 29 Unternehmen kamen letztes Jahr noch auf einen Kapitalisierung von 1,86 Billionen $. Zum Zeitpunkt des 12. Septembers 2008 sind es zwei Unternehmen weniger. Die Kapitalisierung beträgt nur noch 0,98 Billionen $.
Innerhalb eines Jahres (und durch die Fehler mehrere Jahre) 0,88 Billionen Dollar weg. Vernichtet. Damit ist der amerikanische Finanzsektor um über 50 Prozent eingebrochen (gemessen an der Marktkapitalisierung).
Ob die “wunderbare” Bankenwelt, die Geraint Anderson in seinem erst diesen Sommer erschienenen Buch Cityboy beschreibt, (siehe FTD) vorerst Geschichte ist, wage ich arg zu bezweifeln. Wenn die Krise vorbei ist, essen halt ein paar Personen weniger vom Teller.
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Ein Hauch Ironie:
Google (Don’t be evil) verhilft unfreiwillig dem Unternehmen United Airlines zum persönlichen Börsencrash.
Was war passiert?
In den Google News ist am vergangenen Montag anscheinend eine sechs Jahre alte Story über das damalige Insolvenzverfahren von UAL (Beantragen von Gläubigerschutz) als “neuwertig” erschienen. Der News-Spider hatte die Nachricht wohl aus einer aktuellen Liste der meist gelesenen Beiträge und den Beitrag an sich dann fälschlicherweise ebenfalls als aktuell eingestuft.
Was daraufhin am Montag passierte ist schnell erzählt:
Kurssturz der UAL-Aktie von 12$ auf 3$. Zeitweise fanden sogar Transatkionen im Centbereich statt. Diese wurden allerdings später alle anuliert und rückabgewickelt.
Nachdem die Börse merkte, dass die Story eine Ente war, konnte sich der Kurs auf 8,97$ erholen. Die Aktie wurde dann vom Handel ausgesetzt.
Quelle: FTD, basicthinking, usa today
Heftig! Bei einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro und einem zeitweisen Kursverlust von 75% kann jeder jetzt einmal schätzen, wie viel Cash einige Menschen/Institutionen innerhalb dieser Stunden am 08.09. verbrannt haben…
Was lernen wir daraus? Im Informationszeitalter sind wir anscheinend alle dermaßen überfordert, dass wir unsere Aufmerksamkeit nur noch dem Auswählen der Informationen widmen. Vielleicht sollten wir diese häufiger auch hinterfragen.
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Immer häufiger hört oder liest man, dass Spanien (wirtschafts-)politisch vieles so toll gemacht haben muss, da die Wachstumsraten ja Spitze sind. Dazu kurz zwei Zahlen, die ich eben gelesen habe.
Die Spanier sind mit durchschnittlich 115% ihres Jahreseinkommens verschuldet und über 40% müssen die Kreditkarte einsetzen um bis ans Monatsende zu gelangen.
(Quelle: FTD vom 05.04.07)
Der Economist schrieb im Januar einen Artikel zum Thema warum es in Spanien so aussieht und weshalb dies leider alles andere als Spitze ist.
Man müsste einmal die US-amerikanischen Daten heraus suchen und den Verschuldungsgrad vergleichen…
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Seit kurzem hat das Kieler Institut für Weltwirtschaft ein neues Projekt online geschaltet. Eine Zeitschrift für Ökonomie names economics. Die Vision besteht nach eigenen Aussagen darin eine freies, offenes vor allem kostenloses E-Paper zu errichten.
Die Artikel sollen von ausgewählten Spezialisten beurteilt und - öffentlich sichtbar - kommentiert werden.
Ein interessanter Ansatz sicherlich; die URL ist jedenfalls gespeichert.
Dank an den “Chefökonom” Thomas Fricke für den Hinweis.
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Das zivilrechtliche Verfahren gegen HP im Zuge des Abhörskandals ist eingestellt. Der Konzern zahlt 13,5 Millionen Dollar an einen Fond durch den kalifornische Anwälte finanziert werden sollen, die gegen die Verletzung der Privatsphäre ermitteln. Eine weiter Million ist für Schadensersatz und die Verfahrenskosten vorgesehen.
Dafür, dass unter anderem die ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Patricia Dunn ihren Posten aufgrund dieser Affäre räumen musste, fällt die Strafe doch eher gering aus. Business News hat errechnet, dass Hewlett-Packard genau 83 Minuten braucht, um die Summe über Verkäufe zu erwirtschaften.
Die strafrechtlichen Verfahren gegen einzelne Personen (unter anderem Dunn) laufen allerdings weiter.
via Business News, Handelsblatt und N24
Bleibt die Frage was in den USA schlimmer/teurer ist. Der Eingriff in die Privatsphäre wie oben geschehen, oder das Veröffentlichen von nackten Brüsten…
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Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat einen Leitfaden (PDF) mit wichtigen Rechtsinformationen und Maßnahmen zum Schutz gegen Abmahnungen veröffentlicht. Interessant dürfte dies vor allem für kleine und mittlere Onlineshops sein, in deren Reihe erst jüngst gewütet wurde.
Aufklärung statt Abmahnung titelt Ecin zum Thema treffend. Auch wenn sich solche Abmahnungswellen - wie oben erwähnt - auf Dauer sicher nicht durchsetzen werden, da der Imageschaden doch immens ist, so ist Vorsorge doch besser als Nachsicht.
via ECIN
Kurzes Update:
Das so etwas natürlich auch die Blogger betrifft, versteht sich von selbst. Allerdings ist der Grund der Abmahnung dort meist ein anderer. Man findet darüber massenhaft Beiträge, eine kleine Liste von abgemahnten Bloggern/Blogs gibt’s hier.
Die dort angegebenen Fälle handeln zumeist über das Problem von Fotos und den sich darauf befindenden Personen (Willenserklärung zum Veröffentlichen muss vorliegen, usw.). Es gibt mittlerweile sogar ein Blog, welches sich ausschließlich mit diesem Thema befasst.
Also, immer schön nachdenken vorm Veröffentlichen. Das Lawblog kann im übrigen auch nicht schaden. 
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Und wieder wagt ein deutsches Handelsunternehmen einen weiteren Schritt in der Onlinewelt. Dieses Mal handelt es sich allerdings nicht um einen Blog. Lidl plant die Eröffnung eines Online-Shops, der noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft starten soll. Der Shop soll zwischen 30 und 50 Artikel (alle Non-Food) im Sortiment haben. Die Artikel sollen wohl zweiwöchig wechseln, um so auch online Impulskäufe zu stimulieren.
via presseecho
Nun ja, dass Impulskäufe auch online möglich sind, ist sicher nicht abzustreiten. Aber die Sache zu fördern, indem ich eine künstliche Deadline setze? Ich weiß nicht, das kommt mir eher wie ein Stilmittel aus dem Shopping TV vor. Und dort hält sich zumindest mein Impulskaufverhalten doch arg in Grenzen, wenn es heißt:”nur noch xy Stück verfügbar, rufen Sie sofort an!”.
Aber irgendwer kauft ja schließlich auch dort ein. Vielleicht die Marketingidee: Lidl wirbt auf Shopping Sendern für Online Shop! Das Zielklientel dürfte sich zumindest ziemlich decken. Zum Glück haben die Damen und Herren bei Plus schon Pionierarbeit geleistet, da launcht es sich leichter. 
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Im hiesigen regionalen Wirtschaftsmagazin Macher findet sich in der Novemberausgabe (9/2006) ein netter Artikel für all diejenigen, die sich schon immer selbständig machen wollten, aber nie wussten wie.
“Die Zielgruppe kennen” lautet die Überschrift der kurzen Abhandlung über den Beruf Berater/Trainer. Tipps für ein erfolgreiches Gelingen schließen sich dem Bericht an. Soweit so gut und klar, der Beratungsmarkt wächst stetig. Ich musste nur während des Lesens daran denken, wie die Region von einem Heer an Frührentner-, Ex-Ich-AGler-, und Sich-langweilenden-Hausfrauen-Berater(inne)n, Trainern und Business Coaches überfallen wird.
Eine lustige Vorstellung; der Döner um die Ecke entdeckt - bestens gecoacht - die Vorteile von viralem Marketing und wir erhalten die besten Döner Videos über Youtube frei Haus. So gesehen: Feuer frei!
PS: Wenns mit dem Coaching gut läuft, liegt das Eröffnen einer Pommes Bude nahe. Als zweites Standbein quasi. 
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Wie ich gerade per Newsletter von der Horizont erfahren habe, hat der Hamburger Versandhändler Otto ein Blog gestartet. Da dies in Deutschland immer noch etwas besonderes ist, lohnt ein näherer Blick auf darauf.
“Willkommen beim OTTO-Geschenke-Blog” werde ich beim klicken auf den Anmeldebutton empfangen. Da ich weder an Rezept-Vorschlägen, Geschenk-Ideen, noch an einem Sarotti-Weihnachtskorb interessiert bin, lass ich das mit der Anmeldung. Gerade lese ich, dass die Anmeldung momentan nur Mitarbeitern zusteht. Etwas verwirrend. Das wars dann vorerst auch für euch mit dem Sarotti-Weihnachtskorb.
Außer einem kleinen beta in der Titelseite des Blogs deutet nicht sehr viel auf ein frisch gelaunchtes Blog hin. Die Mitarbeiter von Otto haben ganze Arbeit geleistet und eine Fülle von Beiträgen beigesteuert.
Wer also noch nicht weiß, was er seinen Eltern zu Weihnachten schenken soll, oder ein paar schicke Dekorationstipps und Rezepte sucht, dem sei ein Besuch des Blogs empfohlen. Und wer gar nicht mehr weiter weiß, der schaut bei Eva Padbergs Geschenk-Tipps vorbei und kann bei Nichtgefallen zumindest vor Papa mit einer guten Ausrede glänzen.
Falls jemand weitere Pionier-Blogs deutscher Unternehmen sucht, dem sei das FRoSTA-Blog empfohlen, welches mir gerade spontan eingefallen ist. Ich werde gegebenenfalls über neue Business Blogs berichten, wenn ich der Meinung bin, dass sie es verdienen. 
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