Als ich es letzte Woche bei Lanu las, war ich noch ungläubig. Aber die Dame hatte erstaunlich gute Informationen. Drei Tage vor dem ersten Print Medium wussten Leser von Boocompany schon, dass Stefan Baron den Chefredakteursposten bei der Wiwo aufgibt und als Sprecher zur Deutschen Bank wechselt. Mittlerweile berichteten unter anderem auch die Welt, Spiegel Online darüber.
Der Posten soll intern besetzt werden, ist zu lesen und der Wechsel fand nicht aufgrund weiterhin schwächelnden Absatzes des Magazins, sondern anscheinend wegen Differenzen mit der Verlagsführung statt. Ich hoffe, dass der Nachfolger als eine der ersten Amtshandlungen eine neue Website anstößt. Die ist nämlich grottig.
Klimaschutz ist aktuell en vogue, keine Frage. Notwendig ist es alle Mal, allerdings treiben in diesem Massenhype auch viele Ideen, Argumente und Vorschläge umher, die unter die Label “leicht über das Ziel hinaus geschossen” bis “wtf” fallen.
Über eine sinnvolle Diskussion auf EU Ebene bin ich gerade beim Lesen der Wirtschaftwoche gestoßen. Dort wird geplant, bis Mitte 2008, Obergrenzen für den Stromverbrauch von Computern und Zubehör festzulegen. Auch wenn sich die Hersteller bereits ohne staatlichen Eingriff auf dem richtigen Weg befinden, meiner Meinung nach der richtige Schritt. (Quelle: Wiwo 13/2008, S. 120)
Im aktuellen Vorwort der Wiwo schreibt Chefredakteur Stefan Baron ebenfalls über die Hysterie, die das Thema Klimaschutz mittlerweile entfacht hat. Ich bin nun auch - wie oben angedeutet - der Meinung, dass nicht alle Beiträge zum Klimaschutz diesem auch wirklich förderlich sind. Allerdings denke ich, im Gegensatz zu Herrn Baron, dass dies anscheinend leider die notwendigen Begleiterscheinungen sind, wenn über ein solch brisantes Thema öffentlich diskutiert wird.
Vielleicht ist es auch typisch deutsch - gerade bei Themen der political correctness - meilenweit über das Ziel hinaus zu schießen… 

Das aktuelle Titelthema der Wirtschaftswoche handelt über eine Eigenschaft des Internets, die von vielen verdrängt (bewusst oder unbewusst) oder nicht wahrgenommen wird.
Jeder freut sich über die immer spezielleren Suchmaschinen und die damit oft verbundenen genaueren Ergebnisse. Mittlerweile lässt sich problemlos nach Blogs, Bildern, Personen, Nachrichten und vielem mehr suchen.
Eine super Sache bis auf die Tatsache, dass das natürlich auch anders herum funktioniert und man eventuell auch Dinge über sich findet, die einen vielleicht nicht im besten Licht erscheinen lassen. Die Tatsache, dass man heutzutage eine digitale Spur durch das Web zieht, ist unbestreitbar.
Ein paar nette Beispiele und hilfreiche Tipps zur Vermeidung solch negativer “Such-Alter-Egos” sind in der aktuellen Wirtschaftswoche (47/06) oder im eigens dafür angelegten Blog nachzulesen. Dort finden sich des Weiteren Methoden zur Schadensbegrenzung, falls es für die Vermeidung schon zu spät sein sollte.
Für alle die es selbst ausprobieren wollen und nicht wissen wie: Einfach bei der Suche den gewünschten Namen in Anführungszeichen setzen.
Interessant ist auch die Abfrage des extra angelegten Wiwo-Fake “Reiner Fakeman”.
Gefolge diesem Artikel habe ich natürlich direkt einmal meinen Google-Index überprüft. Alles in allem gibt’s bei meiner Internetidentität bisher nichts zu beanstanden, oder ich habe einfach nicht gründlich genug gesucht.
Ein wenig Reputation könnte allerdings nicht schaden. Das kann ja jetzt, mit dem Start dieses Blogs, nur noch besser werden, oder?!
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